Bundesgesetzblatt  Bundesgesetzblatt Teil II  2009  Nr. 22 vom 09.07.2009  - Seite 711 bis 711 - Bekanntmachung über den Geltungsbereich der Zusatzprotokolle zu den vier Genfer Rotkreuz-Abkommen über den Schutz der Opfer internationaler und nicht internationaler bewaffneter Konflikte – Protokolle I und II –

Bundesgesetzblatt Jahrgang 2009 Teil II Nr. 22, ausgegeben zu Bonn am 9. Juli 2009 711 Bekanntmachung über den Geltungsbereich der Zusatzprotokolle zu den vier Genfer Rotkreuz-Abkommen über den Schutz der Opfer internationaler und nicht internationaler bewaffneter Konflikte ­ Protokolle I und II ­ Vom 5. Juni 2009 I. Das Zusatzprotokoll vom 8. Juni 1977 zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte ­ Protokoll I ­ (BGBl. 1990 II S. 1550, 1551; 1997 II S. 1366) ist nach seinem Artikel 95 Absatz 2 und das Zusatzprotokoll vom 8. Juni 1977 zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz der Opfer nicht internationaler bewaffneter Konflikte ­ Protokoll II ­ (BGBl. 1990 II S. 1550, 1637) ist nach seinem Artikel 23 Absatz 2 für folgenden weiteren Staat in Kraft getreten: Fidschi II. E s t l a n d hat dem Schweizerischen Bundesrat als Verwahrer am 20. Februar 2009 folgende E r k l ä r u n g zum Protokoll I notifiziert: (Übersetzung) "The Republic of Estonia declares that it recognises ipso facto and without special agreement, in relation to any other High Contracting Party accepting the same obligation, the competence of the International Fact-Finding Commission to enquire into allegations by such other Party, as authorised by Article 90 of Protocol I Additional to the Geneva Conventions of 1949." ,,Die Republik Estland erklärt, dass sie gegenüber jeder anderen Hohen Vertragspartei, welche dieselbe Verpflichtung übernimmt, die Zuständigkeit der internationalen Ermittlungskommission zur Untersuchung der Behauptungen einer solchen anderen Partei, wie in Artikel 90 des Zusatzprotokolls I zu den Genfer Abkommen von 1949 vorgesehen, von Rechts wegen und ohne besondere Übereinkunft anerkennt." am 30. Januar 2009. Diese Bekanntmachung ergeht im Anschluss an die Bekanntmachung vom 3. April 2008 (BGBl. II S. 282). Berlin, den 5. Juni 2009 Auswärtiges Amt Im Auftrag Dr. G e o r g W i t s c h e l