Gesetz zu der Vereinbarung vom 8. Oktober 1990 über die Internationale Kommission zum Schutz der Elbe
942
Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1992, Teil II
Gesetz
zu der Vereinbarung vom 8. Oktober 1990
über die Internationale Kommission zum Schutz der Elbe
Vom 14. September 1992
Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates das folgende Gesetz beschlossen:
Artikel 1
Der in Magdeburg am 8. Oktober 1990 unterzeichneten Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland, der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft über die Internationale Kommission zum Schutz der Elbe wird
zugestimmt. Die Vereinbarung wird nachstehend veröffentlicht.
Artikel 2
(1) Dieses Gesetz tritt am Tage nach seiner Verkündung in Kraft.
(2) Der Tag, an dem die Vereinbarung nach ihrem Artikel 18 für die Bundesrepublik Deutschland in Kraft tritt, ist im Bundesgesetzblatt bekanntzugeben.
Das vorstehende Gesetz wird hiermit ausgefertigt und wird im Bundesgesetzblatt verkündet.
Bonn, den 14. September 1992
Der Bundespräsident Weizsäcker
Der Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl
Der Bundesminister
für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Klaus Töpfer
Der Bundesminister des Auswärtigen Kinkel
Nr. 32 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 23. September 1992
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Vereinbarung über die Internationale Kommission zum Schutz der Elbe
Dohoda o Mezinärodni komisi pro ochranu Labe
Die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland, der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (Vertragsparteien),
in der Sorge um die Reinhaltung der Elbe,
in dem Bestreben, ihre weitere Verunreinigung zu verhindern und ihren derzeitigen Zustand zu verbessern,
im Hinblick auf die Notwendigkeit, die Belastung der Nordsee durch die Elbe nachhaltig zu verringern,
in der Überzeugung von der Dringlichkeit dieser Aufgaben, und
in der Absicht, die auf diesem Gebiete bereits bestehende Zusammenarbeit der Vertragsparteien zu verstärken,
sind wie folgt übereingekommen:
Artikel 1
(1) Die Vertragsparteien arbeiten auf dem Gebiet des Gewässerschutzes für die Elbe und ihr Einzugsgebiet in der Internationalen Kommission zum Schutz der Elbe, nachfolgend Kommission genannt, zusammen.
(2) Sie werden hierbei insbesondere anstreben,
a) Nutzungen, vor allem die Gewinnung von Trinkwasser aus Uferfiltrat und die landwirtschaftliche Verwendung des Wassers und der Sedimente, zu ermöglichen,
b) ein möglichst naturnahes Ökosystem mit einer gesunden Artenvielfalt zu erreichen,
c) die Belastung der Nordsee aus dem Elbegebiet nachhaltig zu verringern.
(3) Um diese Ziele schrittweise zu erreichen, werden die Vertragsparteien im Rahmen der Kommission Arbeitsprogramme mit Zeitplänen für jeweils vorrangige Aufgaben beschließen. Diese Programme sehen unter anderem auch Vorschläge für Maßnahmen zur Verringerung von Emissionen nach dem Stand der Technik und zur Reduzierung von Belastungen aus diffusen Quellen vor.
(4) Die Vereinbarung regelt nicht Fragen der Fischereiwirtschaft und der Schiffahrt; die Behandlung von Fragen des Schutzes der Gewässer vor Verunreinigungen aus diesen Tätigkeiten wird dadurch jedoch nicht ausgeschlossen.
Artikel 2 (1) Die Kommission soll insbesondere
a) Übersichten über wesentliche punktförmige Schadstoffeinleitungen erstellen (Einleiterkataster), die Gewässerbelastung aus diffusen Quellen abschätzen und beides fortschreiben,
b) Grenzwerte für die Einleitung von Abwässern vorschlagen,
c) konkrete Qualitätsziele unter Berücksichtigung der Ansprüche an die Gewässernutzung, der besonderen Bedingungen zum Schutz der Nordsee und der natürlichen aquatischen Lebensgemeinschaften vorschlagen,
d) gemeinsame Meß- und Untersuchungsprogramme zur Darstellung der Qualität der Gewässer und der Sedimente und des Abflusses sowie der aquatischen und litoralen Lebensgemeinschaften vorschlagen, ihre Durchführung koordinieren und die Ergebnisse dokumentieren und bewerten,
Vlädy Ceske a Slovenske Federativni Republiky, Spolkove republiky Nemecko a Evropske hospodärske spoleöenstvi (däle jen "smluvni strany"),
vedeny obavou o zachoväni öistoty Labe,
ve snaze zabränit dalSfmu zneciSfoväni a zlepäit jeho souöasny stav,
s ohledem na nutnost stäle snizovat zatizeni Severniho mofe zpüsobovane Labern,
v presvedöeni o nalehavosti techto ükolD a
se zämerem posilit spolupräci smluvnich stran, kterä v teto oblasti jiz existuje,
dohodly se, jak uvedeno ni2e:
Clänek 1
1. Smluvni strany spolupracuji v oblasti ochrany vod Labe a jeho povodt v Mezinärodni komisi pro ochranu Labe (däle jen "Komise").
2. Pritom budou usilovat zejmena o to:
a) umo2nit ufiväni vody, predevSim umoZnit ziskäväni pitne vody z brehove infiltrace a zemedelske vyuziväni vody a sedimentü,
b) dosähnout ekosystemu, ktery bude co moinä nejblizsi prirod-nimu stavu se zdravou cetnosti druhü,
c) trvale snteovat zatßeni Severniho mofe z povodi Labe.
3. K postupnemu dosaieni cflü se smluvni strany usnesou v rämci Komise na pracovnich programech s casovymi pläny pro ükoly, ktere jsou präve prednostni. Tyto programy pfedpoklädaji mezi jinym te* nävrhy na opatfeni ke sniieni emisi podle stavu techniky a ke snßeni zatteeni z rozptylenych zdrojü.
4. Dohoda nereäi otäzky rybneho hospodäfstvi a lodni dopravy; jednäni o otäzkäch ochrany vod pfed zneöiätenim z techto öinn-osti se v§ak timto nevyluöuje.
Clänek 2 1. Komise mä zejmena
a) zpracovat pfehledy o podstatnych bodovych zdrojich zneci-Steni (seznam znecistovatelü), däle odhady o zatizeni vod z rozptylenych zdrojü a v obou techto aktivitäch pokraöovat,
b) navrhovat limitni hodnoty pro vypouSteni odpadnich vod,
c) navrhovat konkretni kvalitativni eile s phhlednutim k näroküm uiivatelü vody, ke zvIäStntm podminkäm ochrany Severniho mofe a pFirozenych iivych vodnich spoleöenstvi,
d) navrhovat spoleöne programy mefeni a vyzkumu ke znäzor-neni kvality vod, sedimentü a odtoku, jakol i iivych vodnich a litorälnich spoleöenstvi, jejich provädeni koordinovat a vy-sledky dokumentaöne podehycovat a vyhodnocovat,
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e) einheitliche Methoden zur Klassifizierung der Wasserbeschaffenheit der Elbe erarbeiten,
f) konkrete Aktionsprogramme zur Reduzierung der Schadstofffrachten sowohl aus kommunalen und industriellen Punktquellen als auch aus diffusen Quellen und weitere Maßnahmen einschließlich Zeitplanung und Kostenschätzung vorschlagen,
g) Vorsorgemaßnahmen zur Vermeidung unfallbedingter Gewässerbelastungen vorschlagen,
h) ein einheitliches Alarm- und Warnverfahren für das Einzugsgebiet vorschlagen und auf der Grundlage der Erfahrungen aktualisieren,
i) die hydrologischen Verhältnisse im Elbegebiet darstellen und die hierfür maßgeblichen Einflüsse dokumentieren (Elbemonographie),
j) die gewässerökologische Bedeutung der unterschiedlichen Biotopelemente dokumentieren sowie Vorschläge zur Verbesserung der Bedingungen für aquatische und litorale Lebensgemeinschaften erarbeiten,
k) über geplante und auf Ersuchen einer Delegation auch über bestehende Arten der Gewässernutzung beraten, die wesentliche grenzüberschreitende Auswirkungen nach sich ziehen könnten, einschließlich Wasserbauten und Gewässerregulierung,
I) die Zusammenarbeit vor allem bei wissenschaftlichen Forschungsvorhaben und im Bereich des Informationsaustausches, insbesondere über den Stand der Technik fördern,
m) die Grundlagen für etwaige Regelungen zwischen den Vertragsparteien über den Schutz der Elbe und ihres Einzugsgebietes vorbereiten.
(2) Die Kommission ist außerdem zuständig für alle anderen Angelegenheiten, die die Vertragsparteien ihr im gemeinsamen Einvernehmen übertragen.
Artikel 3
Diese Vereinbarung gilt für die Gebiete, in denen der Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft angewendet wird, und nach Maßgabe jenes Vertrages einerseits sowie für das Gebiet der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik andererseits.
Artikel 4
Die Vertragsparteien unterrichten die Kommission über die Grundlagen, die zur Erfüllung der Aufgaben der Kommission erforderlich sind, sowie über die getroffenen Maßnahmen und die dafür insgesamt aufgewendeten Mittel. Die Kommission kann dazu den Vertragsparteien Vorschläge zur Verbesserung unterbreiten.
Artikel 5
(1) Die Kommission setzt sich aus Delegationen der Vertragsparteien zusammen. Jede Vertragspartei ernennt höchstens fünf Delegierte sowie stellvertretende Delegierte, darunter einen Delegationsleiter und seinen Stellvertreter.
(2) Jede Delegation kann für die Behandlung bestimmter Fragen von ihr zu benennende Sachverständige hinzuziehen.
Artikel 6
(1) Der Vorsitz der Kommission wird abwechselnd durch die Delegationen der Vertragsparteien wahrgenommen. Die Einzelheiten der Wahrnehmung des Vorsitzes werden von der Kommission bestimmt und in ihre Geschäftsordnung aufgenommen; die Delegation, welche den Vorsitz wahrnimmt, benennt eines ihrer Mitglieder als Präsidenten der Kommission. Diese Delegation kann für die Dauer der Wahrnehmung des Vorsitzes einen weiteren Delegierten ernennen.
(2) Der Präsident soll in der Regel in den Sitzungen der Kommission nicht für seine Delegation sprechen.
e) zpracovat jednotne metodiky pro klasifikoväni kvality vody v Labi,
f) navrhovat konkretni aköni programy pro snizeni mnozstvi unäsenych skodlivych lätek a to jak z komunälnich a prümys-lovych bodovych zdrojü, tak i z rozptylenych zdrojü, jakoz i dalsi opatfeni vöetne öasovych plänü a odhadu näkladü,
g) navrhovat preventivni opatfeni k zamezeni zatizeni tokü z havärii,
h) navrhnout jednotny poplachovy a varovny System pro povodi a tento aktualizovat na zäklade zkusenostf,
i) znäzorfiovat hydrologicke pomery v oblasti Labe a zdokumentovat vlivy pro tyto pomery smerodatne (monografie Labe),
j) zdokumentovat vyznam rüznych biotopickych prvkü pro ekolo-gii vod a zpracovävat nävrhy na zlepseni podmlnek pro zivä vodni a litorälni spolecenstvi,
k) radit se o plänovanych, nebo, na podklade zädosti jedne delegace, i o stävajicich zpusobech uziti vod, ktere by mohly mit podstatny vliv na vodohospodafske pomery i za stätnimi hranicemi, vöetne vodnich staveb a üprav vodnich toku,
I) podporovat spolupräci pfedevsim u vedecko-vyzkumnych ükolü a v oblasti vymeny informacf, zejmena o stavu techniky,
m) pfipravovat podklady pro eventuälni dohody mezi smluvnimi stranami na ochranu Labe a jeho povodi.
2. Komise je krome toho pfislusnä pro vsechny ostatni zälezi-tosti, ktere na ni smluvni strany po vzäjemne dohode pfenesou.
Clänek 3
Tato dohoda plati pro üzemi, ve kterych je uplatrtoväna Smlouva o zalozeni Evropskeho hospodäfskeho spolecenstvi a podle feto smiouvy na jedne strane, jakoz i pro üzemi Ceske a Slovenske Federativni Republiky na strane druhe.
Clänek4
Smluvni strany budou informovat Komisi o podkladech, ktere jsou nutne pro splneni ükolü Komise, jakoz i o ucinenych opatfe-nich a o prostfedcich na tyto ücely celkove vynalozenych. Komise müze k tomuto pfedklädat smluvnim stranäm nävrhy na zIepSeni.
Clänek 5
1. Komise se sklädä z delegaci smluvnich stran. Kazdä smluvni strana jmenuje nejvy§e pet delegätü, z toho vedouciho delegace a zästupce vedouciho delegace.
2. Kazdä delegace mü2e pro projednäväni uröitych otäzek pfizvat odbomiky podle vlastniho uväzeni.
Clänek 6
1. Pfedsednictvim Komise se poveruji stfidave delegace smluvnich stran. Podrobnosti povefeni predsednictvim uröuje Komise a zahrne je do sveho jednaciho fädu; delegace, kterä je povefena pfedsednictvim, jmenuje jednoho ze svych ölenü do funkce prezi-denta Komise. Tato delegace müze po dobu povefeni pfedsed-nictvem jmenovat jednoho dalsiho delegäta.
2. Prezident nemä zpravidla na zasedänich Komise hovofit za svoji delegaci.
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Artikel 7
(1) Die Kommission tritt mindestens einmal jährlich auf Einladung durch den Präsidenten an einem von ihm festzulegenden Ort zu einer ordentlichen Tagung zusammen.
(2) Außerordentliche Tagungen sind durch den Präsidenten auf Verlangen einer Delegation einzuberufen.
(3) Zwischen den Tagungen der Kommission können Beratungen der Delegationsleiter stattfinden.
(4) Der Präsident schlägt die Tagesordnung vor. Jede Delegation hat das Recht, diejenigen Punkte auf die Tagesordnung setzen zu lassen, die sie behandelt zu sehen wünscht. Die Reihenfolge wird durch Mehrheitsbeschluß der Kommission festgesetzt.
Artikel 8
(1) Jede Delegation hat eine Stimme.
(2) Bei den Verhandlungen und Entscheidungen im Rahmen dieses Übereinkommens sowie bei seiner Durchführung handeln die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft und die Bundesrepublik Deutschland im Bereich ihrer jeweiligen Zuständigkeit. Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft übt ihr Stimmrecht in Fällen, in denen die Bundesrepublik Deutschland zuständig ist, nicht aus; das gleiche gilt im umgekehrten Fall.
(3) Die Entscheidungen und Vorschläge der Kommission werden, soweit in dieser Vereinbarung nicht anders bestimmt ist, einstimmig gefaßt; unter den von der Geschäftsordnung festzulegenden Bedingungen kann ein schriftliches Verfahren stattfinden.
(4) Stimmenthaltung steht der Einstimmigkeit nicht entgegen, wenn alle Delegationen anwesend sind.
Artikel 9
(1) Die Kommission setzt für die Durchführung bestimmter Aufgaben Arbeitsgruppen ein.
(2) Die Arbeitsgruppen setzen sich aus den von jeder Delegation bezeichneten Delegierten oder Sachverständigen zusammen.
(3) Die Kommission bestimmt die Aufgaben sowie die Mitgliederzahl jeder Arbeitsgruppe und ernennt ihre Vorsitzenden.
Artikel 10
Zur Vorbereitung, Durchführung und Unterstützung ihrer Arbeit richtet die Kommission ein Sekretariat ein. Sitz des Sekretariats ist Magdeburg. Näheres regelt die Geschäftsordnung.
Artikel 11
Die Kommission kann sich der Dienste besonders geeigneter Persönlichkeiten oder Einrichtungen zur Prüfung von Sonderfragen bedienen.
Artikel 12
Die Kommission beschließt über die Zusammenarbeit mit anderen internationalen und nationalen Organisationen, die für den Gewässerschutz in Frage kommen.
Artikel 13
Die Kommission erstattet den Vertragsparteien mindestens alle zwei Jahre einen Tätigkeitsbericht sowie nach Bedarf weitere Berichte, in die insbesondere auch die Ergebnisse der Untersuchungen und deren Bewertungen aufzunehmen sind.
Artikel 14
(1) Jede Vertragspartei trägt die Kosten ihrer Vertretung in der Kommission und in den Arbeitsgruppen sowie die Kosten der laufenden Untersuchungen, die auf ihrem Gebiete vorgenommen werden.
Clänek 7
1. Komise se schäzi na rädnem zasedäni nejmene jednou za rok a to na pozväni prezidenta na miste, ktere uröil.
2. Na zäklade pozadavku jedne delegace svolä prezident mimorädnä zasedäni.
3. Mezi zasedänimi Komise se mohou uskutecnit porady vedoucich delegaci.
4. Prezident navrhuje program jednäni. Kazdä delegace mä prävo navrhnout na program jednäni ty body, ktere by chtela projednat. Poradi se stanovi usnesenim Komise podle vetsiny hlasü.
Clänek 8
1. Kazdä delegace mä jeden hlas.
2. Pri jednänich a rozhodnutich v rämci teto dohody, jakoz i pri jejim provädeni jednaji Evropske hospodärske spolecenstvi a Spolkovä republika Nemecko, kazdy v oblasti sve prislusnosti. Evropske hospodärske spoleöenstvi neuplatfiuje sve hlasovaci prävo v pnpadech, v nichz je pfislusnä Spolkovä republika Nemecko, totez plati i obräcene.
3. Rozhodnuti a nävrhy Komise, pokud v teto dohode neni stanoveno jinak, se phjimaji jednomyslne; za podminek, ktere budou stanoveny v jednacim Fädu, se müze uskuteönit pisemne fizeni.
4. Zdrzeni se hlasoväni neni v rozporu s jednomyslnosti, pokud jsou pritomny vsechny delegace.
Clänek 9
1. Pro provädöni urcitych ükolü ustavi Komise pracovni sku-piny.
2. Pracovni skupiny se sklädaji z delegätü nebo odbornikü urcenych kazdou delegaci.
3. Komise urcuje ükoly, jakoz i pocet ölenü kazde pracovni skupiny a jmenuje jejich pfedsedy.
Clänek 10
K priprave, provädeni a podpofe sve präce zridi Komise Sekretariat. Sidlo sekretariätu je v Magdeburgu. Podrobnosti stanovi jednaci fäd.
Clänek 11
Komise müze vyuzit sluzeb mimofädne vhodnych osobnosti nebo zahzeni k pFezkoumäni zvlästnich otäzek.
Clänek 12
Komise se usnese o spolupräci s jinymi mezinärodnimi a närod-nimi organizacemi, ktere pripadaji v üvahu pro ochranu vod.
Clänek 13
Komise pfedlozi smluvnim stranäm minimälne kazde dva roky zpravu o öinnosti a podle potfeby daläf zprävy, ve kterych je tfeba uvest tez vysledky setreni a jejich zhodnoceni.
Clänek 14
1. Kazdä ze smluvnich stran nese näklady na sve zastoupeni v Komisi a v pracovnich skupinäch, jakoz i näklady na probihajici setreni, provädene na jejim üzemi.
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(2) Die übrigen Kosten der Arbeiten der Kommission einschließlich der Kosten des Sekretariats werden in folgendem Verhältnis zwischen den Vertragsparteien aufgeteilt:
Bundesrepublik Deutschland.................... 65,0 %
Europäische Wirtschaftsgemeinschaft............. 2,5 %
Tschechische und Slowakische Föderative Republik 32,5 %
Insgesamt 100,0%
Die Kommission kann in bestimmten Fällen auch eine andere Aufteilung festlegen.
Artikel 15
Die Kommission gibt sich eine Geschäftsordnung.
Artikel 16
(1) Bestehende Übereinkommen und Verträge bleiben unberührt.
(2) Die Kommission wird untersuchen, inwieweit es zweckmäßig ist, Übereinkommen und Verträge im Sinne des Absatzes 1 wegen ihres Inhalts oder aus anderen Gründen zu ändern, zu ergänzen oder aufzuheben; sie erarbeitet Empfehlungen für deren Umgestaltung oder Aufhebung sowie für den Abschluß neuer Übereinkommen oder Verträge.
2. Ostatni näklady cinnosti Komise, vöetne näkladü na öinnost Sekretariatu, budou rozdeleny v näsledujicim pomeru mezi smluvni strany:
Spolkovä republika Nemecko ................... 65,0 %
Evropske hospodärske spolecenstvi.............. 2,5 %
Ceskä a Slovenskä Federativni Republika.......... 32,5 %
Celkem 100,0 %
Komise müze stanovit v uröitych pfipadech take jine rozdeleni.
Clänek 15 Komise si stanovi jednaci fäd.
Clänek 16
1. Stävajici dohody a smlouvy züstävaji nedotöeny.
2. Komise pfezkouäi do jake miry je üöelne dohody a smlouvy ve smyslu odstavce 1, pro jejich obsah nebo z jinych düvodü, menit, doplnit öi zruäit; zpracuje doporuöeni pro jejich pfepraco-väni nebo zruSeni, jakoi i pro uzavfeni novych dohod öi smluv.
Artikel 17
Arbeitssprachen der Kommission sind Deutsch und Tschechisch.
Artikel 18
Die Vereinbarung tritt an dem Tag in Kraft, an dem alle Unterzeichner der Regierung der Bundesrepublik Deutschland als Verwahrer mitgeteilt haben, daß die nach eigenem Recht jeweils erforderlichen Voraussetzungen für das Inkrafttreten erfüllt sind. Die Vereinbarung wird für einen unbefristeten Zeitraum abgeschlossen. Sie kann mit einer Frist von fünf Jahren gekündigt werden. Die Kündigungserklärung ist gegenüber dem Verwahrer schriftlich abzugeben; dieser teilt sie den übrigen Vertragsparteien mit. Die Kündigungserklärung wird mit dem Tag wirksam, an dem sie beim Verwahrer eingeht.
Artikel 19
Diese Vereinbarung, die in einer Urschrift in deutscher und tschechischer Sprache abgefaßt ist, wobei jeder Wortlaut gleichermaßen verbindlich ist, wird im Archiv der Regierung der Bundesrepublik Deutschland hinterlegt; diese übermittelt jeder Vertragspartei eine beglaubigte Abschrift.
Clänek 17 Pracovnimi jazyky Komise jsou öeStina a nemöina.
Clänek 18
Dohoda vstoupi v platnost v den, kdy väichni signatäfi sdelili vläde Spolkove republiky Nemecko jako depozitäfi, te podle jejich vlastniho präva byly splneny potfebne pfedpoklady pro uvedeni v platnost. Tato dohoda se uzavirä na neomezenou dobu. Lze ji vypovedet ve vypovedni Ihüte peti let. ProhläSeni o vypovedi tfeba pfedat depozitäfi pisemne; tento s prohlääenim seznämi ostatni smluvni strany. ProhläSeni o vypovezeni nabude üöinnosti dnem, kdy doslo depozitäfi.
Clänek 19
Tato dohoda, kterä je v jednom prvopise sepsäna v jazyce nemeckem a öeskem, pfiöemz kazde zneni je stejnym zpüsobem zävazne, je deponoväna v archivu Spolkovö republiky Nemecko, ta pfedä kazde smluvni strane jeden ovefeny opis.
Geschehen zu Magdeburg am 8. Oktober 1990
Däno v Magdeburgu dne 8. fijna 1990
Für die Regierung der Bundesrepublik Deutschland
Der Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Za vlädu Spolkove republiky Nemecko
Klaus Töpfer
Alois Jelonek
Für die Regierung der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik
Der Föderalminister für Umwelt
Za vlädu Ceske a Slovenske Federativni Republiky
Josef Vavrousek
Für die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft Der Bevollmächtigte der Europäischen Gemeinschaften
Za Evropske hospodärske spolecenstvi
Laurens Jan Brinkhorst