Bundesgesetzblatt  Bundesgesetzblatt Teil II  1998  Nr. 13 vom 29.04.1998  - Seite 637 bis 644 - Gesetz zu dem Vertrag vom 6. Mai 1996 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Nicaragua über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen

Gesetz zu dem Vertrag vom 6. Mai 1996 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Nicaragua über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen Bundesgesetzblatt Jahrgang 1998 Teil II Nr. 13, ausgegeben zu Bonn am 29. April 1998 637 Gesetz zu dem Vertrag vom 6. Mai 1996 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Nicaragua über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen Vom 22. April 1998 Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates das folgende Gesetz beschlossen: Artikel 1 Dem in Managua am 6. Mai 1996 unterzeichneten Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Nicaragua über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen sowie dem dazugehörigen Protokoll vom selben Tage wird zugestimmt. Der Vertrag und das Protokoll werden nachstehend veröffentlicht. Artikel 2 (1) Dieses Gesetz tritt am Tage nach seiner Verkündung in Kraft. (2) Der Tag, an dem der Vertrag nach seinem Artikel 13 Abs. 2 und das Protokoll in Kraft treten, ist im Bundesgesetzblatt bekanntzugeben. Das vorstehende Gesetz wird hiermit ausgefertigt und wird im Bundesgesetzblatt verkündet. Berlin, den 22. April 1998 Der Bundespräsident Roman Herzog Der Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl Der Bundesminister für Wirtschaft Rexrodt Der Bundesminister des Auswärtigen Kinkel 638 Bundesgesetzblatt Jahrgang 1998 Teil II Nr. 13, ausgegeben zu Bonn am 29. April 1998 Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Nicaragua über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen Tratado entre la Repüblica Federal de Alemania y la Repüblica de Nicaragua sobre Fomento y Protecciön Recfproca de Inversiones de Capital Die Bundesrepublik Deutschland und die Republik Nicaragua - in dem Wunsch, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten zu vertiefen, in dem Bestreben, günstige Bedingungen für Kapitalanlagen von Staatsangehörigen oder Gesellschaften des einen Staates im Hoheitsgebiet des anderen Staates zu schaffen, in der Erkenntnis, daß eine Förderung und ein vertraglicher Schutz dieser Kapitalanlagen geeignet sind, die private wirtschaftliche Initiative zu beleben und den Wohlstand beider Völker zu mehren - haben folgendes vereinbart: La Repüblica Federal de Alemania y la Repüblica de Nicaragua, Animados del deseo de intensificar la colaboraciön economica entre ambos Estados, Con el propösito de crear condiciones favorables para las inversiones de capital de los nacionales o sociedades de uno de los dos Estados en el territorio del otro Estado, Reconociendo que el fomento y la protecciön mediante Tratado de esas inversiones de capital pueden servir para estimular la iniciativa economica privada e incrementar el bienestar de ambos pueblos, Han acordado lo siguiente: Artikel 1 Für die Zwecke dieses Vertrags umfaßt der Begriff "Kapitalanlagen" Vermögenswerte jeder Art, insbesondere a) Eigentum an beweglichen und unbeweglichen Sachen sowie sonstige dingliche Rechte wie Hypotheken und Pfandrechte; b) Anteilsrechte an Gesellschaften und andere Arten von Beteiligungen an Gesellschaften; c) Ansprüche auf Geld, das verwendet wurde, um einen wirtschaftlichen Wert zu schaffen, oder Ansprüche auf Leistungen, die einen wirtschaftlichen Wert haben; d) Rechte des geistigen Eigentums, wie insbesondere Urheberrechte, Patente, Gebrauchsmuster, gewerbliche Muster und Modelle, Marken, Handelsnamen, Betriebsund Geschäftsgeheimnisse, technische Verfahren, Know-how und Goodwill; e) öffentlich-rechtliche Konzessionen einschließlich Auf-suchungs- und Gewinnungskonzessionen; eine Änderung der Form, in der Vermögenswerte angelegt werden, läßt ihre Eigenschaft als Kapitalanlage unberührt; . bezeichnet der Begriff "Erträge" diejenigen Beträge, die auf eine Kapitalanlage für einen bestimmten Zeitraum anfallen, wie Gewinnanteile, Dividenden, Zinsen, Lizenz- oder andere Entgelte; . bezeichnet der Begriff "Staatsangehörige" a) in bezug auf die Bundesrepublik Deutschland: Deutsche im Sinne des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland, b) in bezug auf die Republik Nicaragua: natürliche Personen, die Nicaraguaner gemäß den nicara-guanischen Gesetzen sind; Artfculo 1 Para los fines del presente Tratado: 1. El concepto de «inversiones de capital» comprende toda clase de bienes, en especial: a) la propiedad de bienes muebles e inmuebles y demäs derechos reales, como hipotecas y derechos de prenda; b) derechos de participaciön en sociedades y otros tipos de participaciones en sociedades; c) derechos a fondos empleados para crear un valor econö-mico, o a prestaciones que tengan un valor econömico; d) derechos de propiedad intelectual como, en especial, derechos de autor, patentes, modelos de utilidad, dise-nos y modelos industriales, marcas, nombres comercia-les, secretos industriales y comerciales, procedimientos tecnolögicos, tecnologfa ("know-how") y buena imagen ("good will"); e) concesiones otorgadas por entidades de derecho pübli-co, incluidas las concesiones de prospecciön y explota-ciön. Las modificaciones en la forma de inversiön de los bienes no afectan su caräcter de inversiön de capital. 2. El concepto de «rentas» designa aquellas cantidades que proceden de una inversiön de capital por un periodo determi-nado, como participaciones en las utilidades, dividendos, intereses, derechos de licencias u otras remuneraciones. 3. El concepto de «nacionales» designa a) con referencia a la Repüblica Federal de Alemania: los alemanes en el sentido de la Ley Fundamental de la Repüblica Federal de Alemania; b) con referencia a la Repüblica de Nicaragua: personas naturales que tienen la nacionalidad nicara-güense de acuerdo a sus leyes. Bundesgesetzblatt Jahrgang 1998 Teil II Nr. 13, ausgegeben zu Bonn am 29. April 1998 639 4. bezeichnet der Begriff "Gesellschaften" a) in bezug auf die Bundesrepublik Deutschland: jede juristische Person sowie jede Handelsgesellschaft oder sonstige Gesellschaft oder Vereinigung mit oder ohne Rechtspersönlichkeit, die ihren Sitz im Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland hat, gleichviel, ob ihre Tätigkeit auf Gewinn gerichtet ist oder nicht, b) in bezug auf die Republik Nicaragua: jede gemäß den Gesetzen Nicaraguas gegründete juristische Person, die ihren Sitz im Hoheitsgebiet der Republik Nicaragua hat; 5. bezeichnet der Begriff "Hoheitsgebiet" in bezug auf jede Vertragspartei das ihrer Souveränität unterstellte Gebiet sowie die Meeresgebiete, in denen das internationale Völkerrecht der jeweiligen Vertragspartei die Ausübung von souveränen Rechten oder Hoheitsbefugnissen gestattet. Artikel 2 (1) Jede Vertragspartei wird in ihrem Hoheitsgebiet Kapitalanlagen von Staatsangehörigen oder Gesellschaften der anderen Vertragspartei nach Möglichkeit fördern und diese Kapitalanlagen in Übereinstimmung mit ihren Rechtsvorschriften zulassen. Sie wird Kapitalanlagen in jedem Fall gerecht und billig behandeln. (2) Eine Vertragspartei wird die Verwaltung, die Verwendung, den Gebrauch oder die Nutzung der Kapitalanlagen von Staatsangehörigen oder Gesellschaften der anderen Vertragspartei in ihrem Hoheitsgebiet in keiner Weise durch willkürliche oder diskriminierende Maßnahmen beeinträchtigen. Artikel 3 (1) Jede Vertragspartei behandelt Kapitalanlagen in ihrem Hoheitsgebiet, die im Eigentum oder unter dem Einfluß von Staatsangehörigen oder Gesellschaften der anderen Vertragspartei stehen, nicht weniger günstig als Kapitalanlagen der eigenen Staatsangehörigen und Gesellschaften oder Kapitalanlagen von Staatsangehörigen und Gesellschaften dritter Staaten. (2) Jede Vertragspartei behandelt Staatsangehörige oder Gesellschaften der anderen Vertragspartei hinsichtlich ihrer Betätigung im Zusammenhang mit Kapitalanlagen in ihrem Hoheitsgebiet nicht weniger günstig als ihre eigenen Staatsangehörigen und Gesellschaften oder Staatsangehörige und Gesellschaften dritter Staaten. (3) Diese Behandlung bezieht sich nicht auf Vorrechte, die eine Vertragspartei den Staatsangehörigen oder Gesellschaften dritter Staaten wegen ihrer Mitgliedschaft in einer Zoll- oder Wirtschaftsunion, einem gemeinsamßn Markt oder einer Freihandelszone oder wegen ihrer Assoziierung damit einräumt. (4) Die in diesem Artikel gewährte Behandlung bezieht sich nicht auf Vergünstigungen, die eine Vertragspartei den Staatsangehörigen oder Gesellschaften dritter Staaten aufgrund eines Doppelbesteuerungsabkommens oder sonstiger Vereinbarungen über Steuerfragen gewährt. Artikel 4 (1) Kapitalanlagen von Staatsangehörigen oder Gesellschaften einer Vertragspartei genießen im Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei vollen Schutz und volle Sicherheit. (2) Kapitalanlagen von Staatsangehörigen oder Gesellschaften einer Vertragspartei dürfen im Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei nur zum allgemeinen Wohl und gegen Entschädigung enteignet, verstaatlicht oder anderen Maßnahmen unterworfen werden, die in ihren Auswirkungen einer Enteignung oder Verstaatlichung gleichkommen. Die Entschädigung muß dem Wert der enteigneten Kapitalanlage unmittelbar vor dem Zeitpunkt 4. El concepto de «sociedades» designa a) con referencia a la Repüblica Federal de Alemania: todas las personas juridicas, asi como todas las compa-nias comerciales o de otro tipo o asociaciön con o sin personalidad juridica que tengan su sede en el territorio de la Repüblica Federal de Alemania, independientemen-te de que su actividad tenga o no fines lucrativos; b) con referencia a la Repüblica de Nicaragua: toda persona legal constituida bajo las leyes de Nicaragua, teniendo su sede en el territorio de la Repüblica de Nicaragua. 5. El termino «territorio» significa Con respecto a cada una de las Partes Contratantes, el territorio bajo su soberania asf como las zonas maritimas sobre las que la Parte Contratante ejerce derechos soberanos o jurisdicciön, de conformidad con el derecho internacional. Articulo 2 1) Cada una de las Partes Contratantes, de acuerdo con sus disposiciones legales vigentes, permitirä, dentro de su respec-tivo territorio, las inversiones de capital de nacionales o sociedades de la otra Parte Contratante, promoviendolas en lo posible. En todo caso tratarä justa y equitativamente las inversiones de capital. 2) Ninguna de las Partes Contratantes perjudicarä en su territorio la administraciön, la utilizaciön, el uso o el aprovechamien-to de las inversiones de capital de nacionales o sociedades de la otra Parte Contratante a traves de medidas arbitrarias o discrimi-natorias. Articulo 3 1) Ninguna de las Partes Contratantes someterä en su territorio a las inversiones de capital que sean propiedad o esten bajo la influencia de nacionales o sociedades de la otra Parte Contratante, a un trato menos favorable que el que se conceda a las inversiones de capital de los propios nacionales y sociedades o a las inversiones de capital de nacionales y sociedades de terce-ros Estados. 2) Ninguna de las Partes Contratantes someterä en su territorio a los nacionales o sociedades de la otra Parte Contratante, en cuanto se refiere a sus actividades relacionadas con las inversiones de capital, a un trato menos favorable que a sus propios nacionales y sociedades o a los nacionales y sociedades de ter-ceros Estados. 3) Dicho trato no se refiere a los privilegios que una de las Partes Contratantes conceda a los nacionales o sociedades de ter-ceros Estados por formar parte de una uniön aduanera o econö-mica, un mercado comün o una zona de libre comercio, o a causa de su asociaciön con tales agrupaciones. 4) El trato acordado por el presente articulo no se refiere a las ventajas que una de las Partes Contratantes conceda a los nacionales o sociedades de terceros Estados como consecuen-cia de un acuerdo para evitar la doble imposiciön o de otros acuerdos sobre asuntos tributarios. Articulo 4 1) Las inversiones de capital de nacionales o sociedades de una de las Partes Contratantes gozarän de plena protecciön y seguridad en el territorio de la otra Parte Contratante. 2) Las inversiones de capital de nacionales o sociedades de una de las Partes Contratantes no podrän, en el territorio de la otra Parte Contratante, ser expropiadas, nacionalizadas, o sometidas a otras medidas que en sus repercusiones equivalgan a expropiaciön o nacionalizaciön, mäs que por causa de utilidad publica, y deberän en tal caso, ser indemnizadas. La indemniza-ciön deberä corresponder al valor de la inversiön de capital 640 Bundesgesetzblatt Jahrgang 1998 Teil II Nr. 13, ausgegeben zu Bonn am 29. April 1998 entsprechen, in dem die tatsächliche oder drohende Enteignung, Verstaatlichung oder vergleichbare Maßnahme öffentlich bekannt wurde. Die Entschädigung muß unverzüglich geleistet werden und ist bis zum Zeitpunkt der Zahlung mit dem üblichen bankmäßigen Zinssatz zu verzinsen; sie muß tatsächlich verwertbar und frei transferierbar sein. Spätestens im Zeitpunkt der Enteignung, Verstaatlichung oder vergleichbaren Maßnahme muß in geeigneter Weise für die Festsetzung und Leistung der Entschädigung Vorsorge getroffen sein. Die Rechtmäßigkeit der Enteignung, Verstaatlichung oder vergleichbaren Maßnahme und die Höhe der Entschädigung müssen in einem ordentlichen Rechtsverfahren nachgeprüft werden können. (3) Staatsangehörige oder Gesellschaften einer Vertragspartei, die durch Krieg oder sonstige bewaffnete Auseinandersetzungen, Revolution, Staatsnotstand oder Aufruhr im Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei Verluste an Kapitalanlagen erleiden, werden von dieser Vertragspartei hinsichtlich der Rückerstattungen, Abfindungen, Entschädigungen oder sonstigen Gegenleistungen nicht weniger günstig behandelt als ihre eigenen Staatsangehörigen oder Gesellschaften. Solche Zahlungen müssen frei transferierbar sein. (4) Hinsichtlich der in diesem Artikel geregelten Angelegenheiten genießen die Staatsangehörigen oder Gesellschaften einer Vertragspartei im Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei Meistbegünstigung. Artikel 5 Jede Vertragspartei gewährleistet den Staatsangehörigen oder Gesellschaften der anderen Vertragspartei den freien Transfer der im Zusammenhang mit einer Kapitalanlage stehenden Zahlungen, insbesondere a) des Kapitals und zusätzlicher Beträge zur Aufrechterhaltung oder Ausweitung der Kapitalanlage; b) der Erträge; c) zur Rückzahlung von Darlehen; d) des Erlöses im Fall vollständiger oder teilweiser Liquidation oder Veräußerung der Kapitalanlage; e) der in Artikel 4 vorgesehenen Entschädigungen. Artikel 6 Leistet eine Vertragspartei ihren Staatsangehörigen oder Gesellschaften Zahlungen aufgrund einer Gewährleistung für eine Kapitalanlage im Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei, so erkennt diese andere Vertragspartei, unbeschadet der Rechte der erstgenanntert Vertragspartei aus Artikel 10, die Übertragung aller Rechte oder Ansprüche dieser Staatsangehörigen oder Gesellschaften kraft Gesetzes oder aufgrund Rechtsgeschäfts auf die erstgenannte Vertragspartei an. Ferner erkennt die andere Vertragspartei den Eintritt der erstgenannten Vertragspartei in alle diese Rechte oder Ansprüche (übertragene Ansprüche) an, welche die erstgenannte Vertragspartei in demselben Umfang wie ihr Rechtsvorgänger auszuüben berechtigt ist. Für den Transfer von Zahlungen aufgrund der übertragenen Ansprüche gelten Artikel 4 Absätze 2 und 3 und Artikel 5 entsprechend. Artikel 7 (1) Transferierungen nach Artikel 4 Absatz 2 oder 3, Artikel 5 oder 6 erfolgen unverzüglich zu dem jeweils gültigen Kurs. (2) Dieser Kurs muß dem Kreuzkurs (cross rate) entsprechen, der sich aus denjenigen Umrechnungskursen ergibt, die der Internationale Währungsfonds zum Zeitpunkt der Zahlung Umrechnungen der betreffenden Währungen in Sonderziehungsrechte zugrunde legen würde. Artikel 8 (1) Ergibt sich aus den Rechtsvorschriften einer Vertragspartei oder aus völkerrechtlichen Verpflichtungen, die neben diesem expropiada inmediatamente antes de la fecha en que se hace publica la expropiaciön efectiva o inminente, la nacionalizaciön o la medida equiparable. La indemnizaciön deberä satisfacerse sin demora y devengarä intereses hasta la fecha de su pago segün el tipo usual de interes bancario; deberä ser efectivamente reali-zable y libremente transferible. A mäs tardar en el momento de la expropiaciön, nacionalizaciön o medida equiparable, deberän haberse tomado debidamente disposiciones para fijar y satisfa-cer la indemnizaciön. La legalidad de la expropiaciön, nacionalizaciön o medida equiparable, y la cuantia de la indemnizaciön, deberän ser comprobables en procedimiento judicial ordinario. 3) Los nacionales o sociedades de una de las Partes Contratantes que sufran perdidas en sus inversiones de capital por efecto de guerra u otro conflicto armado, revoiuciön, estado de emergencia nacional o motin en el territorio de la otra Parte Con-tratänte no serän tratados por esta menos favorablemente que sus propios nacionales o sociedades en lo referente a restitucio-nes, ajustes, indemnizaciones u otros pagos. Estas cantidades deberän ser libremente transferibles. 4) En lo concerniente a las materias reglamentadas en el pre-sente articuio, los nacionales o sociedades de una de las Partes Contratantes gozarän en el territorio de la otra Parte Contratante del trato de la naciön mäs favorecida. Articuio 5 Cada Parte Contratante garantizarä a los nacionales o sociedades de la otra Parte Contratante la libre transferencia de los pagos relacionados con una inversiön de capital, especialmente: a) del capital y de las sumas adicionales para el mantenimiento o ampliaciön de la inversiön de capital; b) de las rentas; c) de la amortizaciön de prestamos; d) del producto de la inversiön de capital en caso de liquidaciön o enajenaciön total o parcial; e) de las indemnizaciones previstas en el articuio 4. Articuio 6 Si una Parte Contratante realiza pagos a sus nacionales o sociedades en virtud de una garantia otorgada para una inversiön de capital en el territorio de la otra Parte Contratante, esta, sin perjuicio de los derechos que en virtud del articuio 10 corres-ponden a la primera Parte Contratante, reconocerä el traspaso de todos los derechos de estos nacionales o sociedades a la primera Parte Contratante, bien sea por disposiciön legal, o por acto jurfdico. Ademäs, la otra Parte Contratante reconocerä la subrogaciön de la primera Parte Contratante en todos estos derechos (derechos transferidos), los cuales esta estarä autori-zada a ejercer en la misma medida que el titular anterior. Para la transferencia de los pagos en virtud de los derechos transferidos regirän mutatis mutandis los pärrafos 2 y 3 del articuio 4 y el articuio 5. Articuio 7 1) Las transferencias conforme al pärrafo 2 ö 3 del articuio 4, al articuio 5 o al articuio 6 se efectuarän sin demora, a la cotiza-ciön vigente en cada caso. 2) Dicha cotizaciön deberä coincidir con el tipo cruzado resul-tante de los tipos de cambio que el Fondo Monetario Internacio-nal aplicaria, si en la fecha del pago cambiara las monedas de los paises interesados, en derechos especiales de giro. Articuio 8 1) Si de las disposiciones legales de una de las Partes Contratantes, o de obligaciones emanadas del derecho intemacional al Bundesgesetzblatt Jahrgang 1998 Teil II Nr. 13, ausgegeben zu Bonn am 29. April 1998 641 Vertrag zwischen den Vertragsparteien bestehen oder in Zukunft begründet werden, eine allgemeine oder besondere Regelung, durch die den Kapitalanlagen der Staatsangehörigen oder Gesellschaften der anderen Vertragspartei eine günstigere Behandlung als nach diesem Vertrag zu gewähren ist, so geht diese Regelung dem vorliegenden Vertrag insoweit vor, als sie günstiger ist. (2) Jede Vertragspartei wird jede andere Verpflichtung einhalten, die sie in bezug auf Kapitalanlagen von Staatsangehörigen oder Gesellschaften der anderen Vertragspartei in ihrem Hoheitsgebiet übernommen hat. Artikel 9 Dieser Vertrag gilt auch für Kapitalanlagen, die Staatsangehörige oder Gesellschaften der einen Vertragspartei in Übereinstimmung mit den Rechtsvorschriften der anderen Vertragspartei in deren Hoheitsgebiet schon vor dem Inkrafttreten dieses Vertrags vorgenommen haben. Dieser Vertrag gilt jedoch nicht für Meinungsverschiedenheiten oder Streitigkeiten, die vor seinem Inkrafttreten entstanden sind und die im Zusammenhang mit staatlichen Maßnahmen stehen, welche vor dem Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Vertrags angewendet wurden. Artikel 10 (1) Meinungsverschiedenheiten zwischen den Vertragsparteien über die Auslegung oder Anwendung dieses Vertrags sollen, soweit möglich, durch die Regierungen der beiden Vertragsparteien beigelegt werden. (2) Kann eine Meinungsverschiedenheit auf diese Weise nicht beigelegt werden, so ist sie auf Verlangen einer der beiden Vertragsparteien einem Schiedsgericht zu unterbreiten. (3) Das Schiedsgericht wird von Fall zu Fall gebildet, indem jede Vertragspartei ein Mitglied bestellt und beide Mitglieder sich auf den Angehörigen eines dritten Staates als Obmann einigen, der von den Regierungen der beiden Vertragsparteien zu bestellen ist. Die Mitglieder sind innerhalb von zwei Monaten, der Obmann innerhalb von drei Monaten zu bestellen, nachdem die eine Vertragspartei der anderen mitgeteilt hat, daß sie die Meinungsverschiedenheit einem Schiedsgericht unterbreiten will. (4) Werden die in Absatz 3 genannten Fristen nicht eingehalten, so kann in Ermangelung einer anderen Vereinbarung jede Vertragspartei den Präsidenten des Internationalen Gerichtshofs bitten die erforderlichen Ernennungen vorzunehmen. Besitzt der Präsident die Staatsangehörigkeit einer der beiden Vertragsparteien oder ist er aus einem anderen Grund verhindert, so soll der Vizepräsident die Ernennungen vornehmen. Besitzt auch der Vizepräsident die Staatsangehörigkeit einer der beiden Vertragsparteien oder ist auch er verhindert, so soll das im Rang nächstfolgende Mitglied des Gerichtshofs, das nicht die Staatsangehörigkeit einer der beiden Vertragsparteien besitzt die Ernennungen vornehmen. (5) Das Schiedsgericht entscheidet mit Stimmenmehrheit. Seine Entscheidungen sind bindend. Jede Vertragspartei trägt die Kosten ihres Mitglieds sowie ihrer Vertretung in dem Verfahren vor dem Schiedsgericht; die Kosten des Obmanns sowie die sonstigen Kosten werden von den beiden Vertragsparteien zu gleichen Teilen getragen. Das Schiedsgericht kann eine andere Kostenregelung treffen. Im übrigen regelt das Schiedsgericht sein Verfahren selbst. (6) Sind beide Vertragsparteien auch Vertragsstaaten des Überereinkommens vom 18. März 1965 zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten zwischen Staaten und Angehörigen anderer Staaten, so kann mit Rücksicht auf die Regelung in Artikel 27 Absatz 1 des Übereinkommens das vorstehend vorgesehene Schiedsgericht insoweit nicht angerufen werden, als zwischen den Staatsangehörigen oder der Gesellschaft einer Vertragspartei und der anderen Vertragspartei eine Vereinbarung nach Maß- margen del presente Tratado, actuales o futuras, entre las Partes Contratantes, resultare una reglamentaciön general o especial en virtud de la cual deba concederse a las inversiones de capital de los nacionales o sociedades de la otra Parte Contratante un trato mäs favorable que el previsto en el presente Tratado, dicha reglamentaciön prevalecerä sobre el presente Tratado, en cuan-to sea mäs favorable. 2) Cada Parte Contratante cumplirä cualquier otro compro-miso que haya contraido con relaciön a las inversiones de capital de nacionales o sociedades de la otra Parte Contratante en su territorio. Artfculo 9 El presente Tratado se aplicarä tambien a las inversiones de capital efectuadas antes de la entrada en vigor del mismo por los nacionales o sociedades de cualquiera de las Partes Contratantes conforme a las disposiciones legales de la otra Parte Contratante en el territorio de esta ultima. Sin embargo, este Tratado no se aplicarä a divergencias o controversias surgidas antes de su entrada en vigencia y que esten relacionadas a medidas guber-namentales que se aplicaron antes de la entrada en vigencia de este Tratado. Articulo 10 1) Las divergencias que surgieren entre las Partes Contratantes sobre la interpretaciön o aplicaciön del presente Tratado deberän, en lo posible, ser dirimidas por los Gobiernos de ambas Partes Contratantes. 2) Si una divergencia no pudiere ser dirimida de esa manera, serä sometida a un tribunal arbitral a peticiön de una de las Partes Contratantes. 3) El tribunal arbitral serä constituido ad hoc; cada Parte Contratante nombrarä un miembro, y los dos miembros se pondrän de acuerdo para elegir como Presidente a un nacional de un ter-cer Estado que serä nombrado por los Gobiernos de ambas Partes Contratantes. Los miembros serän nombrados dentro de un plazo de dos meses, el Presidente dentro de un plazo de tres meses, despues de que una de las Partes Contratantes haya comunicado a la otra que desea someter la divergencia a un tribunal arbitral. 4) Si los plazos previstos en el pärrafo 3 no fueren observados, y a falta de otro arreglo, cada Parte Contratante podrä invitar al Presidente de la Corte Internacional de Justicia a proceder a los nombramientos necesarios. En caso de que el Presidente sea nacional de una de las Partes Contratantes o se halle impedido por otra causa, correspondera al Vicepresidente efectuar los nombramientos. Si el Vicepresidente tambien fuere nacional de una de las dos Partes Contratantes o si se hallare tambien impedido, correspondera al miembro de la Corte que siga inmediata-mente en el orden jerärquico y no sea nacional de una de las Partes Contratantes, efectuar los nombramientos. 5) El tribunal arbitral tomarä sus decisiones por mayorfa de votos. Sus decisiones son obligatorias. Cada Parte Contratante sufragarä los gastos ocasionados por la actividad de su ärbitro, asi como los gastos de su representaciön en el procedimiento arbitral; los gastos del Presidente, asi como los gastos remanen-tes, serän sufragados por partes iguales por las dos Partes Contratantes. El tribunal arbitral podrä adoptar un reglamento dife-rente en lo que concierne a los gastos. Por lo demäs, el tribunal arbitral determinarä su propio procedimiento. 6) Si ambas Partes Contratantes fueren tambien Estados Contratantes de la Convenciön sobre Arreglo de Diferencias Relati-vas a Inversiones entre Estados y Nacionales de otros Estados del 18 de Marzo de 1965, no se podrä, en atenciön a la disposi-ciön del pärrafo 1 del articulo 27 de dicha Convenciön, acudir al tribunal arbitral arriba previsto cuando el nacional o la sociedad de una Parte Contratante y la otra Parte Contratante hayan llega-do a un acuerdo conforme al articulo 25 de la Convenciön. No 4 642 Bundesgesetzblatt Jahrgang 1998 Teil II Nr. 13, ausgegeben zu Bonn am 29. April 1998 gäbe des Artikels 25 des Übereinkommens zustande gekommen ist. Die Möglichkeit, das vorstehend vorgesehene Schiedsgericht im Fall der Nichtbeachtung einer Entscheidung des Schiedsgerichts des genannten Übereinkommens (Artikel 27) oder im Fall der Übertragung kraft Gesetzes oder aufgrund Rechtsgeschäfts nach Artikel 6 dieses Vertrags anzurufen, bleibt unberührt. quedarä afectada la posibilidad de acudir al tribunal arbitral arri-ba previsto en el caso de que no se respete una decisiön del Tribunal de Arbitraje de la mencionada Convenciön (articulo 27), o en el caso de traspaso por disposiciön legal o por acto juridico, conforme al articulo 6 del presente Tratado. Artikel 11 (1) Meinungsverschiedenheiten in bezug auf Kapitalanlagen zwischen einer der Vertragsparteien und einem Staatsangehörigen oder einer Gesellschaft der anderen Vertragspartei sollen, soweit möglich, zwischen den Streitparteien gütlich beigelegt werden. (2) Kann die Meinungsverschiedenheit innerhalb einer Frist von sechs Monaten ab dem Zeitpunkt ihrer Geltendmachung durch eine der beiden Streitparteien nicht beigelegt werden, so wird sie auf Verlangen des Staatsangehörigen oder der Gesellschaft der anderen Vertragspartei einem Schiedsverfahren unterworfen. Sofern die Streitparteien keine abweichende Vereinbarung treffen, wird die Meinungsverschiedenheit einem Schiedsverfahren im Rahmen des Übereinkommens vom 18. März 1965 zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten zwischen Staaten und Angehörigen anderer Staaten unterworfen. (3) Der Schiedsspruch ist bindend und unterliegt keinen anderen als den in dem genannten Übereinkommen vorgesehenen Rechtsmitteln oder sonstigen Rechtsbehelfen. Er wird nach innerstaatlichem Recht vollstreckt. (4) Die an der Streitigkeit beteiligte Vertragspartei wird während eines Schiedsverfahrens oder der Vollstreckung eines Schiedsspruchs nicht als Einwand geltend machen, daß der Staatsangehörige oder die Gesellschaft der anderen Vertragspartei eine Entschädigung für einen Teil des Schadens oder den Gesamtschaden aus einer Versicherung erhalten hat. Articulo 11 1) Las divergencias que surgieren entre una de las Partes Con-tratantes y un nacional o una sociedad de la otra Parte Contratante en relacion con las inversiones de capital deberän, en lo posible, ser amigablemente dirimidas entre las partes en litigio. 2) Si una divergencia no pudiere ser dirimida dentro del plazo de seis meses, contado desde la fecha en que una de las partes en litigio la haya hecho valer, serä sometida, a peticiön del nacional o de la sociedad de la otra Parte Contratante, a un procedi-miento arbitral. En la medida en que las partes en litigio no lle-guen a un arreglo en otro sentido, la divergencia se someterä a un procedimiento arbitral conforme a la Convenciön sobre Arreglo de Diferencias Relativas a Inversiones entre Estados y Nacio-nales de otros Estados del 18 de Marzo de 1965. 3) El laudo arbitral serä obligatorio y no podrä ser objeto de otros recursos o demäs acciones legales que los previstos en la mencionada Convenciön. Se ejecutarä con arreglo al derecho interno. 4) La Parte Contratante implicada en el litigio no alegarä, durante un procedimiento arbitral o la ejecuciön de un laudo arbitral, el hecho de que el nacional o la sociedad de la otra Parte Contratante haya recibido una indemnizaciön resultante de un seguro por una parte del dano o por el dano total. Artikel 12 Dieser Vertrag gilt unabhängig davon, ob zwischen den beiden Vertragsparteien diplomatische oder konsularische Beziehungen bestehen. Articulo 12 El presente Tratado regirä independientemente de que existan o no relaciones diplomäticas o consulares entre las Partes Con-tratantes. Artikel 13 (1) Dieser Vertrag bedarf der Ratifikation; die Ratifikationsurkunden werden so bald wie möglich in Bonn ausgetauscht. (2) Dieser Vertrag tritt einen Monat nach Austausch der Ratifikationsurkunden in Kraft. Er bleibt zehn Jahre lang in Kraft; nach deren Ablauf verlängert sich die Geltungsdauer auf unbegrenzte Zeit, sofern nicht eine der beiden Vertragsparteien den Vertrag mit einer Frist von zwölf Monaten vor Ablauf schriftlich kündigt. Nach Ablauf von zehn Jahren kann der Vertrag jederzeit mit einer Frist von zwölf Monaten gekündigt werden. (3) Für Kapitalanlagen, die bis zum Zeitpunkt des Außerkrafttretens dieses Vertrags vorgenommen worden sind, gelten die Artikel 1 bis 12 noch für weitere fünfzehn Jahre vom Tag des Außerkrafttretens des Vertrags an. Articulo 13 1) El presente Tratado serä ratificado; los instrumentos de rati-ficaciön serän canjeados lo antes posible en Bonn. 2) El presente Tratado entrarä en vigor un mes despues de la fecha en que se haya efectuado el canje de los instrumentos de ratificaciön. Su validez serä de diez anos y se prolongarä despues por tiempo indefinido, a menos que fuera denunciado por escrito por una de las Partes Contratantes doce meses antes de su expiraciön. Transcurridos diez anos, el Tratado podrä denun-ciarse en cualquier momento con preaviso de doce meses. 3) Para inversiones de capital realizadas hasta el momento de expiraciön del presente Tratado, las disposiciones de los articu-los 1 a 12 seguirän rigiendo durante los quince anos subsiguien-tes a la fecha en que haya expirado la vigencia del presente Tratado. Geschehen zu Managua am 6. Mai 1996 in zwei Urschriften, jede in deutscher und spanischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermaßen verbindlich ist. Hecho en la ciudad de Managua, en dos ejemplares en los idiomas alemän y espanol a los seis dias del mes de Mayo de mil novecientos noventa y seis, siendo ambos textos igualmente autenticos. Für die Bundesrepublik Deutschland Por la Repüblica Federal de Alemania Hans-Friedrich v. Ploetz Für die Republik Nicaragua Por la Repüblica de Nicaragua E. Leal Sänchez Bundesgesetzblatt Jahrgang 1998 Teil II Nr. 13, ausgegeben zu Bonn am 29. April 1998 643 Protokoll Protocolo Bei der Unterzeichnung des Vertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Nicaragua über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen haben die unterzeichneten Bevollmächtigten außerdem folgende Bestimmungen vereinbart, die als Bestandteile des Vertrags gelten: (1) Zu Artikel 1 a) Erträge aus der Kapitalanlage und im Fall ihrer Wiederanlage auch deren Erträge genießen den gleichen Schutz wie die Kapitalanlage. b) Unbeschadet anderer Verfahren zur Feststellung der Staatsangehörigkeit gilt insbesondere als Staatsangehöriger einer Vertragspartei jede Person, die einen von den zuständigen Behörden der betreffenden Vertragspartei ausgestellten nationalen Reisepaß besitzt. (2) Zu Artikel 2 a) Kapitalanlagen, die in Übereinstimmung mit den Rechtsvorschriften einer Vertragspartei in ihrem Hoheitsgebiet von Staatsangehörigen oder Gesellschaften der anderen Vertragspartei vorgenommen sind, genießen den vollen Schutz des Vertrags. b) Der Vertrag gilt auch in den Gebieten der ausschließlichen Wirtschaftszone und des Festlandsockels, soweit das Völkerrecht der jeweiligen Vertragspartei die Ausübung von souveränen Rechten oder Hoheitsbefugnissen in diesen Gebieten erlaubt. (3) Zu Artikel 3 a) Als "Betätigung" im Sinne des Artikels 3 Absatz 2 ist insbesondere, aber nicht ausschließlich die Verwaltung, die Verwendung, der Gebrauch und die Nutzung einer Kapitalanlage anzusehen. Als eine "weniger günstige" Behandlung im Sinne des Artikels 3 ist insbesondere anzusehen, die unterschiedliche Behandlung im Falle von Einschränkungen des Bezugs von Roh- und Hilfsstoffen, Energie und Brennstoffen sowie Produktions- und Betriebsmitteln aller Art die unterschiedliche Behandlung im Falle von Behinderungen des Absatzes von Erzeugnissen im In- und Ausland sowie sonstige Maßnahmen mit ähnlicher Auswirkung. Maßnahmen, die aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, der Volksgesundheit oder Sittlichkeit zu treffen sind, gelten nicht als "weniger günstige" Behandlung im Sinne des Artikels 3. b) Die Bestimmungen des Artikels 3 verpflichten eine Vertragspartei nicht, steuerliche Vergünstigungen, Befreiungen und Ermäßigungen, welche gemäß den Steuergesetzen nur den in ihrem Hoheitsgebiet ansässigen natürlichen Personen und Gesellschaften gewährt werden, auf im Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei ansässige natürliche Personen und Gesellschaften auszudehnen. c) Die Vertragsparteien werden im Rahmen ihrer innerstaatlichen Rechtsvorschriften Anträge auf die Einreise und den Aufenthalt von Personen der einen Vertragspartei, die im Zusammenhang mit einer Kapitalanlage in das Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei einreisen wollen, wohlwollend prüfen; das gleiche gilt für Arbeitnehmer der einen Vertragspartei, die im Zusammenhang mit einer Kapitalanlage in das Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei einreisen und sich dort aufhalten wollen, um eine Tätigkeit als Arbeitnehmer auszuüben. Auch Anträge auf Erteilung der Arbeitserlaubnis werden wohlwollend geprüft. En el acto de la firma del Tratado entre la Repüblica Federal de Alemania y la Repüblica de Nicaragua sobre Fomento y Protec-ciön Reciproca de Inversiones de Capital, los infrascritos pleni-potenciarios han adoptado ademäs las siguientes disposiciones, que considerarän como parte integrante del Tratado: 1) En referencia al articulo 1 a. Los retornos de una inversiön de capital, y en el caso de su reinversiön tambien los retornos de esta, gozarän de igual protecciön que la inversiön misma. b. Sin perjuicio de otros procedimientos para determinar la nacionalidad, se considerarä en especial como nacional de una Parte Contratante, a toda persona que posea un pasa-porte nacional extendido por las autoridades competentes de la respectiva Parte Contratante. 2) En referencia al articulo 2 a. Gozarän de la plena protecciön del Tratado las inversiones de capital, que de acuerdo con las disposiciones legales de una de las Partes Contratantes, hayan sido realizadas en el territorio de esta Parte Contratante, por nacionales o socie-dades de la otra Parte Contratante. b. El Tratado regirä tambien en las äreas de la zona econömica exclusiva y de la plataforma Continental siempre que el Dere-cho Internacional conceda a la respectiva Parte Contratante el ejercicio de derechos de soberanfa o jurisdicciön en estas äreas. 3) En referencia al articulo 3 a. Como «actividades» en el sentido del pärrafo 2 del articulo 3 se considerarän especial pero no exclusivamente, la adminis-traciön, la utilizaciön, el uso y el aprovechamiento de una inversiön de capital. Se considerarä especialmente como "trato menos favorable" en el sentido del articulo 3: el trato desigual en caso de limitaciones en la adquisiciön de mate-rias primas y auxiliares, energia y combustibles, asi como medios de producciön y explotaciön de todas clases, el trato desigual en caso de obstaculizaciön de la venta de produc-tos en el inferior del pais y en el extranjero, asi como cual-quier otra medida que tenga efectos similares. No se consi-dera «trato menos favorable» en el sentido del articulo 3, las medidas que se tomen por razones de seguridad y orden püblico, salud publica o moralidad. b. Las disposiciones del articulo 3 no obligan a una Parte Contratante a extender las ventajas, exenciones y reducciones fiscales, que segün las leyes tributarias solo se conceden a las personas naturales y sociedades residentes en su territorio, a las personas naturales y sociedades residentes en el territorio de la otra Parte Contratante. c. Las Partes Contratantes, de acuerdo con sus disposiciones legales internas, tramitarän con benevolencia las solicitudes de inmigraciön y residencia de personas de una de las Partes Contratantes que, en relaciön con una inversiön de capital, quieran entrar en el territorio de la otra Parte Contratante; la misma norma regirä para los asalariados de una Parte Contratante que, en relaciön con una inversiön de capital, quieran entrar y residir en el territorio de la otra Parte Contratante para ejercer su actividad como asalariados. Igualmente se tramitarä con benevolencia las solicitudes de permiso de tra-bajo. 644 Bundesgesetzblatt Jahrgang 1998 Teil II Nr. 13, ausgegeben zu Bonn am 29. April 1998 (4) Zu Artikel 4 Ein Anspruch auf Entschädigung besteht auch dann, wenn durch staatliche Maßnahmen in das Unternehmen, das Gegenstand der Kapitalanlage ist, eingegriffen und dadurch seine wirtschaftliche Substanz erheblich beeinträchtigt wird. 4) En referencia al articulo 4 El derecho a indemnizaciön se da aün en caso de que se inter-venga a traves de medidas estatales en la empresa objeto de la inversiön de capital, y como consecuencia de ello se produzca un considerable perjuicio para la sustancia econömica de la misma. (5) Zu Artikel 7 Als "unverzüglich" durchgeführt im Sinne des Artikels 7 Absatz 1 gilt ein Transfer, der innerhalb einer Frist erfolgt, die normalerweise zur Beachtung der Transferförmlichkeiten erforderlich ist. Die Frist beginnt mit der Einreichung eines entsprechenden Antrags und darf unter keinen Umständen zwei Monate überschreiten. 5) En referencia al articulo 7 Una transferencia se considera realizada «sin demora» en el sen-tido del pärrafo 1 del articulo 7 cuando se ha efectuado dentro del plazo normalmente necesario para el cumplimiento de las formalidades de transferencia. El plazo, que en ningün caso podrä exceder de dos meses, comenzarä a correr en el momen-to de entrega de la correspondiente solicitud. (6) Bei Beförderungen von Gütern und Personen, die im Zusammenhang mit einer Kapitalanlage stehen, wird eine Vertragspartei die Transportunternehmen der anderen Vertragspartei weder ausschalten noch behindern und, soweit erforderlich, Genehmigungen zur Durchführung der Transporte erteilen. Hierunter fallen Beförderungen von a) Gütern, die unmittelbar für die Kapitalanlage im Sinne des Vertrags bestimmt sind oder die im Hoheitsgebiet einer Vertragspartei oder eines dritten Staates von einem Untemeh- • men oder im Auftrag eines Unternehmens angeschafft werden, in dem Vermögenswerte im Sinne des Vertrags angelegt sind; b) Personen, die im Zusammenhang mit einer Kapitalanlage reisen. 6) Respecto a los transportes de mercancias y personas en rela-ciön con inversiones de capital, cada una de las Partes Contra-tantes no exciuirä ni pondrä trabas a las empresas de transporte de la otra Parte Contratante, y, en caso necesario, concederä autorizaciones para la realizaciön de los transportes. Quedan comprendidos los transportes de: a. mercancias destinadas directamente a una inversiön de capital, en el sentido del Tratado, o adquiridas en el territorio de una Parte Contratante o de un tercer Estado por una empresa o por encargo de una empresa en la que haya capital invertido en el sentido del Tratado; b. personas que viajen en relaciön con una inversiön de capital. Geschehen zu Managua am 6. Mai 1996 in zwei Urschriften, jede in deutscher und spanischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermaßen verbindlich ist. Hecho en la ciudad de Managua, en dos ejemplares en los idiomas alemän y espafiol a los seis dias del mes de Mayo de mil novecientos noventa y seis, siendo ambos textos igualmente autenticos. Für die Bundesrepublik Deutschland Por la Repüblica Federal de Alemania Hans-Friedrich v. Ploetz Für die Republik Nicaragua Por la Repüblica de Nicaragua E. Leal Sänchez